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Einmalanlage fürs Kind: 1.000, 5.000 oder 10.000 Euro anlegen
Geld fürs Kind einmalig anlegen: Anlagehorizont, Einmalanlage oder Etappen, Modellrechnung und Depotkosten verständlich vergleichen.
Eltern für Eltern Aktualisiert 25. Oktober 2026 3 Minuten
Ein Geldgeschenk, ein angesparter Betrag oder eine größere Zuwendung der Großeltern: Bei einer Einmalanlage fürs Kind ist das Startkapital bereits vorhanden. Damit stellt sich eine andere Frage als beim monatlichen Sparen: Welcher Teil darf langfristig schwanken, und welcher Teil muss verlässlich verfügbar bleiben?
Kurzantwort: Entscheidend sind Verwendungszeitpunkt, Verlusttragfähigkeit und Eigentum. Ein breit gestreuter Aktien-ETF kommt für den langfristigen Anteil infrage, bietet aber weder Kapitalgarantie noch einen sicheren Betrag zum 18. Geburtstag. Geld für bald anstehende Ausgaben sollte davon getrennt bleiben.
Drei Entscheidungen vor dem Kauf
Wem gehört das Geld? Eine Schenkung an das Kind ist kein frei verfügbares Familienbudget. Kläre, ob das Depot auf das Kind oder auf die Eltern laufen soll.
Wann wird es gebraucht? Geld für einen Führerschein in zwei Jahren hat einen anderen Zweck als Startkapital für ein Neugeborenes.
Welcher Verlust wäre tragbar? Ein Rückgang um beispielhaft 40 Prozent würde aus 10.000 Euro zeitweise 6.000 Euro machen. Das ist ein Risikobeispiel, keine Verlustgrenze.
Was könnte aus einer Einmalanlage werden?
Die folgende eigene Modellrechnung nutzt 15 Jahre und konstante jährliche Renditen nach angenommenen laufenden Kosten, aber vor Steuern und Inflation. Es gibt keine weiteren Einzahlungen. Formel: Startkapital × (1 + Rendite)15. Die Szenarien sind keine Prognose; tatsächliche Kurse schwanken und auch Verluste bleiben möglich.
Einmalanlage über 15 Jahre, auf Euro gerundet
Start
0 % jährlich
3 % jährlich
6 % jährlich
1.000 €
1.000 €
1.558 €
2.397 €
5.000 €
5.000 €
7.790 €
11.983 €
10.000 €
10.000 €
15.580 €
23.966 €
Bei 0 Prozent bleibt der nominale Betrag gleich; seine Kaufkraft kann trotzdem sinken. Eure eigene Laufzeit und zusätzliche Sparraten könnt ihr im Sparplanrechner ausprobieren.
Sofort investieren oder aufteilen?
Mit einem sofortigen Kauf ist der gesamte Betrag von Anfang an am Markt. Das hilft bei steigenden Kursen und belastet bei unmittelbar fallenden Kursen. Eine Aufteilung auf vorher festgelegte Termine verteilt den Einstiegszeitpunkt, lässt dafür einen Teil zunächst uninvestiert. Sie verhindert keine Verluste nach Abschluss der Käufe.
Wenn euch ein gestaffelter Einstieg das Durchhalten erleichtert, legt Betrag und Termine vorab fest. Beispiel: 5.000 Euro in fünf monatlichen Käufen zu je 1.000 Euro. Das ist eine organisatorische Möglichkeit, keine nachgewiesen überlegene Renditestrategie. Ständiges Verschieben aufgrund von Schlagzeilen ist etwas anderes als ein fester Plan.
Welche Depotkosten zählen?
Ein kostenloser Sparplan bedeutet nicht automatisch einen kostenlosen Einzelkauf. Prüft Orderentgelt, Handelsplatzkosten, Spreads und laufende Fondskosten. Bei einer festen Ordergebühr von angenommen 5 Euro kosten fünf Käufe 25 Euro statt 5 Euro für einen Kauf. Ob ein zeitweilig höherer Sparplan möglich ist, hängt von Limits und Ausführungsbedingungen ab.
Vom Geldbetrag zum ersten Kauf
Langfristigen Anteil und kurzfristige Reserve trennen.
Depotinhaber bestimmen und Eröffnung abschließen.
ETF anhand seiner ISIN prüfen und Kosteninformation lesen.
Geld über den vom Anbieter erlaubten Zahlungsweg einzahlen.
Kauf oder Sparplan gesondert beauftragen; eine Überweisung allein investiert noch nichts.
Abrechnung sichern und bei Etappenkäufen das Ende des Plans vormerken.
Quellen und Einordnung
Die Verbraucherzentrale zur Geldanlage für Kinder bietet eine unabhängige Einordnung. Rechenwerte und Ablaufbeispiel stammen aus unserer Redaktion; sie sind keine persönliche Anlageempfehlung.
Wichtiger Hinweis: Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und stellen keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Kapitalanlagen unterliegen Wertschwankungen; Verluste sind möglich.