Notwendige Funktionen laufen immer. Google Analytics laden wir erst, wenn du Statistik erlaubst. Damit messen wir Seitenaufrufe sowie Klicks auf Anbieter, Filter und Vergleichsfunktionen.
Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Deine Auswahl kannst du jederzeit ändern.
Kinderpolice oder ETF-Sparplan: Kosten und Ziele vergleichen
Kinderpolice, Ausbildungsversicherung oder Kinderdepot? Vergleiche Kosten, Versicherungsschutz, Flexibilität und Verfügbarkeit anhand konkreter Fragen.
Eltern für Eltern Aktualisiert 25. Oktober 2026 2 Minuten
Eine Kinderpolice und ein ETF-Sparplan können beide für die Zukunft eines Kindes angeboten werden. Trotzdem sind sie keine austauschbaren Produkte. Bei einer Police entscheidet der konkrete Vertrag über Versicherungsleistungen, Kosten und Auszahlung. Beim ETF-Sparplan kaufst du Fondsanteile im Depot.
Vor der Entscheidung: Soll Geld zum Ausbildungsbeginn bereitstehen, eine lebenslange Altersrente entstehen oder ein bestimmtes Risiko abgesichert werden? Diese Ziele brauchen unterschiedliche Vergleiche. Der Name „Kinderpolice“ beantwortet sie nicht.
Was gehört in den Vergleich?
Prüffrage
Kinderpolice
ETF-Sparplan im Kinderdepot
Kosten
Abschluss, Vertrieb, Verwaltung, Fonds und Zusatzschutz anhand Vertragsunterlagen prüfen
Depot, Ausführung, Handel und Fondskosten prüfen
Flexibilität
Beitragsänderung, Pause, Entnahme und Kündigung vertragsabhängig
Sparplanänderung nach Anbieterbedingungen; Verkauf zum jeweiligen Kurs
Versicherungsleistung
Nur die tatsächlich vereinbarten Leistungen
Keine Absicherung von Tod oder Erwerbsunfähigkeit durch den Sparplan selbst
Verfügbarkeit
Laufzeit, Bezugsrecht und Kündigungsregeln maßgeblich
Kind ist Eigentümer; Verwaltung durch gesetzliche Vertreter bis zur Volljährigkeit
Eigene Modellrechnung: Warum laufende Kosten zählen
Reines Rechenbeispiel, kein Tarifvergleich: 100 Euro am Monatsende über 18 Jahre, 6 Prozent hypothetische Bruttorendite jährlich. Vereinfachend werden einmal 0,3 und einmal 1,5 Prozentpunkte jährliche Kosten abgezogen. Das ergibt 5,7 beziehungsweise 4,5 Prozent effektive Nettorendite. Mit Monatszins (1 + Nettorendite)1/12 − 1 ergibt sich:
Einzahlungen in beiden Fällen: 21.600 Euro.
Bei 5,7 Prozent: etwa 36.982 Euro.
Bei 4,5 Prozent: etwa 32.885 Euro.
Steuern, Inflation, Abschlusskosten und Versicherungsleistungen sind nicht berücksichtigt. Deshalb beweist die Rechnung nicht, dass eine konkrete Police schlechter ist. Sie zeigt den isolierten Einfluss einer angenommenen laufenden Kostenbelastung. Für eine echte Entscheidung müssen Zahlungsströme und Leistungen des Angebots vollständig hinzukommen.
Diese Unterlagen solltest du anfordern
Produktinformationsblatt, Vertragsbedingungen und individuelle Kostenaufstellung.
Garantierte und nicht garantierte Leistungen getrennt.
Rückkaufswerte und beitragsfreie Leistungen zu mehreren Zeitpunkten.
Genaue Voraussetzungen einer Beitragsbefreiung oder sonstigen Zusatzversicherung.
Regeln zu Versicherungsnehmer, versicherter Person und Bezugsberechtigung.
Eine unverbindliche Hochrechnung ist keine zugesagte Auszahlung. Vergleiche außerdem dasselbe Zielalter: Ein Vertrag bis zum Rentenalter beantwortet nicht automatisch die Frage nach Studiengeld mit 18.
Bestehenden Vertrag nicht vorschnell kündigen
Vorhandene Abschlusskosten, Garantien und Zusatzleistungen können die Entscheidung verändern. Lass dir Fortführung, Beitragsfreistellung und Kündigung mit aktuellen Werten gegenüberstellen. Eine verlorene Absicherung lässt sich unter Umständen nicht zu gleichen Bedingungen ersetzen. Eine unabhängige Beratung ist bei komplexen Verträgen sinnvoll.
Unabhängige Einordnung
Die Verbraucherzentrale erläutert Ausbildungsversicherung und Kinderpolice als kapitalbildende Versicherungsprodukte. Sie sind keine Versicherung einer erfolgreichen Ausbildung. Unsere Vergleichsfragen und Modellrechnung ergänzen diese Einordnung; eine Tarifprüfung ersetzen sie nicht.
Wichtiger Hinweis: Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und stellen keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Kapitalanlagen unterliegen Wertschwankungen; Verluste sind möglich.